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Dritter Streich

Drei Rennen, drei Siege. Lukas Trautmann (Freudenberg-HF-Romero) war auch in Oschersleben nicht zu schlagen. Der Salzburger verwies seinen Teamkollegen Max Fritzsch (Claußnitz, Freudenberg ADAC Sachsen-LZ-Mierisch) knapp auf Rang zwei, vor Titelverteidiger Dominik Engelen (Leverkusen, Zweirad Schüller), der als Dritter endlich wieder aufs Podest steigen durften, nachdem er bei den ersten beiden Rennen jeweils mit Platz vier hatte Vorlieb nehmen müssen.

Diese Reihenfolge entsprach genau der Startaufstellung, denn schon an den beiden Trainingstagen waren die beiden jungen Freudenberg-Piloten das Maß der Dinge und hatten die Vorjahres-Bestmarke nahezu zeitgleich um mehr als eine halbe Sekunde unterboten. "Im Rennen waren die Rundenzeiten nicht ganz so schnell wie erwartet, weil heute der Wind recht stark war und wir dadurch auch nicht die Topspeed erreichten, wie im Training. Ich wusste natürlich, dass Max die ganze Zeit hinter mir lauerte. Ein Runde vor Schluss kam dann sein Angriff, aber ich habe die Linie dicht gemacht und den Sieg ins Ziel gebracht", berichtete Trautmann.

Max Fritzsch war im ersten Moment verständlicherweise enttäuscht, am Ende aber doch zufrieden mit den 20 Punkten: "Eigentlich ist das ganze Wochenende gut gelaufen. Wir haben über alle Trainings konsequent am Setup gearbeitet und ich konnte mich in allen Sets steigern. Ich hatte erwartet, dass wir beide uns absetzen können, aber für die entscheidende Attacke auf Luky hätte ich ein sehr hohes Risiko eingehen müssen und nach der Nullnummer von Zolder wollte ich auf keinen Fall wieder stürzen", räumte Fritzsch ein.

Dominik Engelen war glücklich, endlich wieder auf dem Podest zu stehen. Drei Tage nach seinem 18. Geburtstag machte er sich damit selbst das schönste Geschenk. "Drei Mal in Folge Vierter, das wollte ich nun wirklich nicht", schmunzelte der Leverkusener, dem wie fast immer ein prächtiger Start gelang. "Ich bin neben Lukas in die erste Kurve eingebogen, dann hat sich in der Hasseröder Max vorbeigezwängt. Die beiden haben gleich mächtig Tempo gemacht, das konnte ich nicht mitgehen. Zum Schluss hat sich dann Roman noch einmal gezeigt, aber ich konnte seinen Angriff abwehren."

Roman Fischer (Elsau, BCC Racing Team / Zweirad Meggle) vepasste damit erstmals in dieser Saison die Siegerehrung, kann sich aber mit dem zweiten Rang in der Gesamtwertung trösten. "Ich hatte auf die letzte Runde gesetzt, doch ausgerechnet da habe ich mich verschaltet und schon ging eine kleine Lücke auf. Zudem bin ich hier vor einer Woche beim Testen heftig abgeflogen, vielleicht hatte ich das auch noch ein bisschen im Hinterkopf. Aber das Podium kommt schon wieder", merkte der viertplatzierte Schweizer augenzwinkernd an, zumal Oschersleben nicht unbedingt zu seinen Lieblingsstrecken zählt.

Mit Rang fünf lieferte der erst 15-jährige Cup-Rookie Maurice Ullrich (Wörrstadt, Pepe-Tuning/Romero) erneut eine eindrucksvolle Talentprobe ab. "Die Ampel schaltete sehr schnell, dadurch entstand beim Start ein wenig Durcheinander, bei dem ich ein, zwei Plätze eingebüßt habe. Ich konnte Adrian überholen und Roman einige Runden lang folgen. Nach einige heftigen Hinterradslides beschloss ich dann, den fünften Platz sicher heimzufahren".

Adrian Pasek (POL-Komorów, AC MoTeC), der ebenfalls seine erste Cup-Saison bestreitet, kämpfte zunächst mit Engelen um den Podestplatz, büßte dann einige Plätze ein, konnte aber in der Schlussrunde Gian Mertens (Steenhuffel, Schüller Racing Team) wieder vom sechsten Platz verdrängen. "Das Ergebnis ist OK, aber ganz zufrieden bin ich nicht. Mein Start war nicht perfekt, aber die Kämpfe mit Adrian haben Spaß gemacht. Jetzt freue mich auf den Nürburgring, die Strecke kenne ich schon", blickt der 24-jährige Belgier auf das nächste Rennen, das schon in der kommenden Woche in der Eifel ansteht.

Um Platz acht entbrannte ein reizvoller Kampf zwischen dem 18-jährigen Manou Antweiler (Bienenbüttel, AC MoTeC) und seinem fast zwanzig Jahre älteren Förderer. Daniel Bergau (Berlin, Team Bergau/Zweirad Nöbel) hatte mitgeholfen, dass Antweiler für den Rest der Saison Motorrad und Startplatz von Cagri Coskun übernehmen konnte, prompt musste der Routinier der Jugend gleich im ersten Rennen den Vortritt lassen: "Ich habe seit Oktober nicht mehr auf dem Motorrad gesessen, konnte mich von Tag zu Tag steigern und bin absolut zufrieden mit dem Ergebnis", strahlte Antweiler, der vor zwei Jahren hier in Oschersleben das Cup-Rennen gewonnen hatte, über sein Comeback.

Teamkollege Andreas Klambauer (AUT-Tragwein, AC Motec Team Klambauer) sicherte sich Platz zehn vor Landsmann Rafael Neuner (AUT-Karrösten, Motorrrad Bayer), die Schweizer Reto Wiederkehr (Steffisburg, Moto-Star Romero) und Timo Kugler (Rebstein, Meggle Kugler Racing), sowie Daniel Rubin (Schwanau, Motorrad Rubin Racing Team) und Thomas Thomas Eder (GER-Falkenberg, LSRT / Zweirad Geier) holten sich die restlichen Punkteplätze.

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